Mit dem "Defi" Leben retten

 

Defibrillator-Spende für Malteserhalle in Heitersheim.

 

Ein Defibrillator kann Leben retten:
DRK-Kreisausbildungsleiter Albert Engler (links)
und Feuerwehrkommandant Kai Ullwer demonstrierten
die Funktion des Geräts an einer Puppe.
Foto: Sabine Model

 

HEITERSHEIM. In Deutschland sterben jährlich rund 10 0000 Menschen am plötzlichen Herztod. Das Zeitfenster, um den Herz-Kreislauf und den Herz-Rhythmus wiederherzustellen, ist klein: Innerhalb von drei Minuten sollte ein Elektroschock den entscheidenden Impuls geben. Denn mit jeder Minute sinkt die Überlebenschance um zehn Prozent. Damit in einem solchen Notfall rasch gehandelt werden kann, haben Kunden der Malteser Apotheke einen Defibrillator für die Heitersheimer Malteserhalle gespendet.

 

2008 hat die Malteser Apotheke ein Bonus-System mit Maltesertalern eingeführt. In diesem Jahr hat Apothekerin Ulrike Trenk mit Spendentalern einen Defibrillator angeschafft und im Beisein vieler Bürger, Vereinsmitglieder, Feuerwehrangehörigen und Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes das Gerät an Bürgermeister Martin Löffler übergeben. Der "Defi" sei in der Malteserhalle genau am richtigen Platz, sagte Löffler. Er erhöhe die Sicherheit bei Veranstaltungen mit bis zu 2000 Menschen und beim Training der Sportler. Er habe als aktiver Handballer und Polizeibeamter selbst mehrfach erlebt, wie jemand bewusstlos umfiel. Wenn dann nicht sofort reagiert werde, könne es zu einer Hirnschädigung infolge schwersten Sauerstoffmangels kommen.

 

Die Wirkung des "Defis" erläuterte der leitende Notarzt Armin Hartmann. Der plötzliche Herztod sei zu 50 Prozent auf Herzkreislauferkrankungen und akute Herzinfarkte zurückzuführen. Von kardialen Ursachen bei Bewusstlosigkeit und Atemstillstand seien 19 Prozent der Kinder, 30 Prozent der Jugendlichen, 35 bis 41 Prozent der Erwachsenen bis 40 Jahre und 75 Prozent der Menschen zwischen 40 und 64 Jahren betroffen. In 70 Prozent der Fälle sei der Auslöser eine Herzrhythmusstörung, die mit einem "Defi" behandelt werden könne. In den USA, wo es den "Defi" teilweise flächendeckend gibt, zeigten sich die Erfolge der Reanimation mit 60 bis 85 Prozent, so Hartmann.

 

Wenn im Notfall für den Laien ein "Defi" zugänglich ist, könne damit im Wechsel mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes – in der Regel nach zehn Minuten – überbrückt und die Überlebenschance deutlich erhöht werden. Der Defibrillator gibt dem Laien über einen Lautsprecher klare Handlungsanweisungen. Das Gerät analysiert über zwei Elektroden, die an der Brust angebracht werden, die Rhythmusstörung, es entscheidet über die jeweilige Elektroschock-Abgabe und übernimmt das "Kommando".

 

Wie das vor sich geht, demonstrierten DRK-Kreisausbildungsleiter Albert Engler und Feuerwehrkommandant Kai Ullwer an einer Puppe. Die Übungsleiter und Trainer der Sportabteilungen werden im Umgang mit dem "Defi" geschult, der im Sanitätsraum der Malteserhalle deponiert ist. Auch Ungeübte sollten im Ernstfall keine Scheu haben, das Gerät einzusetzen, hieß es. Die Sprachanweisung biete jedem Ersthelfer genügend Sicherheit. Wer sich in lebensrettenden Sofortmaßnahmen schulen lassen möchte, hat dazu beim DRK Müllheim und im Herzzentrum Bad Krozingen Gelegenheit.

 

Quelle: Badische Zeitung, 03. November 2011

Weihnachten im Schuhkarton

 

Weltweit große Geschenkaktion

 

 

Im November konnte Frau Petermann 10 Päckchen für die weltweit große Geschenkaktion " Weihnachten im Schukarton" für bedürftige Kinder entgegennehmen.Die Kunden und Mitarbeiterinnen der Malteser Apotheke füllten liebevoll Schuhkartons mit Geschenken für die Kinder. Die Päckchen werden nach Osteuropa weitergeleitet .